Der Körper muss mit
Raus aus dem Symptomdenken und rein in eine ganzheitliche Herangehensweise!
Da der Körper die Bühne für unsere Emotionen und vieles weitere ist, muss er auch auf dem Lösungsweg einen Raum bekommen.
Quelle von negative Gedanken (-kreisen) und unguten Handlungen sind oft sehr tiefsitzende Erfahrungen und Emotionen, und diese sind fast immer unbewusst. Ebenso liegt die Ursache, mit den daraus entstehenden Dynamiken, meist im Verborgenen. Nur durch das Auffinden des Ursprungs kann große Entlastung und Heilung geschehen. Hierbei kann der Körper unser Verbündeter sein!
Unser Körper erinnert sich an diese unguten Erfahrungen und Traumata, die unser Verstand schon längst vergessen hat. Ihr Körper und Ihr Mentalfeld speichert alles: Die Boshaftigkeit anderer Personen, der Fahrradunfall vor 3 Jahren und der Schrecken und die Trauer über den Verlust Ihres geliebten Haustiers, als Sie 4 Jahre alt waren. Die ungesunden Muster die sich daraus ergeben können, funktionieren weiter und machen „Stress“ im System. Es wirkt wie Sand im Getriebe.
Dies kann nicht nur unser Nervensystem beeinflussen, sondern eben auch körperliche Beschwerden (mit-) verursachen. Der Körper fungiert wie ein Speichermedium. Auch umgekehrt reagiert der Körper meist schon, bevor der Verstand erkennt was los ist.
Was trägt Ihr Körper noch, was er eigentlich nicht mehr müsste?
Verstehen Sie, was Ihnen Ihr Körper mitteilt? Wenn nicht, ist jetzt der richtige Moment dies zu erkunden.
Lassen Sie es nicht zu, dass etwas Vergangenes Sie noch heute negativ beeinflusst und blockiert.
Hintergründe:
Bei bedrohlich wahrgenommen Ereignissen reagiert unser Nervensystem mit Kampf, Flucht, Erstarrung oder Zusammenbruch. Dies ist bekannt geworden teils durch die Polyvagaltheorie nach Steven Porges. Wird diese Situation nicht aufgelöst, können vielfältige psychische und physische Symptome entstehen. Diese Ereignisse können auch Jahrzehnte zurückliegen – „The body keeps the score“ (Bessel van der Kolk).
„Trauma ist die im Nervensystem gebundene Überlebensenergie“
Wenn die in einer von uns bedrohlich wahrgenommenen Situation, mobilisierte Energie nicht entladen werden kann, bleibt sie im Nervensystem (autonomes NS - Stammhirn) gefangen und unser Unterbewusstsein bleibt weiterhin im Alarmzustand. Herunter regulieren z.B. einer Panikattacke ist nicht mehr möglich. Darum ist es wichtig diese gespeicherte Körperenergie zu erlösen, und zwar nach einer guten Vorbereitung mit der für die Situation geeigneten Methoden.
(Frei nach Peter Levine mit seiner Somatic Experience )
Da jeder Organismus anders reagiert, ist es wichtig dies individuell abzuklären und zu bearbeiten, um es aufzulösen. Als Kind, kann ein Fahrradsturz und das darauffolgende Ausschimpfen einer wichtigen Bezugsperson als Katastrophe wahrgenommen werden. Als Erwachsener jedoch erleben und bewerten wir diese Situation ganz anders. Trotzdem kann sich eine damals als Kind schlimm erlebte Situation bis in unser Erwachsenenleben hinein negativ auswirken. Ausschlaggebend ist, wie "schlimm" es damals für uns war und nicht wie wir heute darüber denken.
Es gibt eine (meist unbewusste) Verbindung zwischen Symptom und Ursache! Hier können körperorientierte Interventionen z.B. aus der Somatic Experience und anderen Verfahren zum Einsatz kommen. Ebenso beinhaltet die MFT und die SEST solche hilfreiche Methoden.
„Unser Körper ist unser Garten, unser Wille unser Gärtner“
(William Shakespeare)